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 Balu und Du - Zu zweit ist man stärker

Wie im tiefsten Dschungel kann auch das Leben eines Kindes manchmal sehr verworren sein. Hier ein undurchdringbares Dickicht, da eine Fallgrube. Aber kein Hindernis ist unüberwindbar mit einem starken Freund an der Seite. So hat sich auch Balu aus dem Dschungelbuch dem unerfahrenen Menschenkind Mogli angenommen und ihn für eine gewissen Zeit auf seinem nicht immer leichten Weg begleitet.

Balu lässt Mogli viel ausprobieren, hat Zeit zum Zuhören, zum Rumalbern, zeigt aber auch, wie man mit schwierigen Situationen fertig wird, erklärt die Regeln im Dschungelleben und beschützt Mogli, wenn es nötig ist. Mogli lernt während seiner Reise nicht nur den Dschungel, sondern auch sich selbst besser kennen.

 

Moglis treffen ihre Balus


Den Gedanken eines starken Mentoren, der sich einer anderen Person annimmt, greift das Mentorenprogramm "Balu und Du" auf.  Auf ehrenamtlicher Basis treffen sich junge Erwachsene ein Jahr lang mit ihren Moglis. Dabei kümmert sich jeweils ein Balu um ein Grundschulkind, um einen intensiven Kontakt zu gewährleisten. Die Treffen finden regelmäßig, meist einmal pro Woche statt und werden mit den Eltern der Kinder abgestimmt.

Bei den Treffen geht es nicht um Hausaufgabenunterstützung oder Nachhilfeunterricht. Viel mehr soll der Mogli seine Umwelt neu entdecken und zusammen mit seinem Balu erkunden. Gemeinsam streifen die beiden durch die Natur, besuchen Spielplätze und Parks, erkunden die Bücherei, gehen schwimmen oder gönnen sich ein Eis oder auch mal einen Kinofilm. Natürlich wird auch eifrig gebastelt, gemalt, gespielt oder gebacken. Wichtig sind dabei die gemeinsamen Gespräche und natürlich der Spaß!

Nach etwa einem Jahr enden die regelmäßigen Treffen zwischen den Balus und Moglis. Das bedeutet aber meist keinen Abbruch der Beziehung. Aus dem Projekt ist nun oft eine freundschaftliche Beziehung geworden. Und genau wie sich Freunde nicht jede Woche „montags um drei“ treffen, so lebt diese Beziehung fort. Man telefoniert, man verabredet sich und trifft sich ab und zu, man schreibt sich Karten oder E-Mails. Und vor allem - wenn die Kinder einmal ihren großen Freund in Krisensituationen benötigen, dann wissen sie, an wen sie sich wenden können.

Im April 2008 holte Prof. Dr. Klaus Kraimer das bundesweite Projekt "Balu und Du" ins Saarland an die htw saar. Kraimer lehrt im Studiengang Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit und übernimmt die wissenschafltliche Begleitung des Projektes.

 

Wissenschaftliche Begleitung


"Balu und Du" soll die Lebensqualität von Grundschulkindern steigern. Damit dies gewährleistet ist und die gemeinsamen Treffen zu einem positiven Erlebnis sowohl für die Moglis als auch die Balus werden, wird das Projekt über den gesamten Zeitraum wissenschaftlich begleitet.

Die Begleitveranstaltungen werden von der Koordinatorin geleitet. Sie dienen dazu, den Verlauf der Beziehung zwischen Balu und Mogli zu beaufsichtigen und zu reflektieren. Dabei geht es weniger um Überwachung, als um die (sozial-) pädagogische Fallrekonstruktion, um praktische Hilfestellungen zur Gestaltung der Beziehung zu geben und sich gegenseitig auszutauschen.

Außerdem schreiben die Balus wöchentlich ein „elektronisches Tagebuch“ über den Verlauf und Inhalt der gemeinsamen Treffen. Diese Berichte ermöglichen eine dichte Begleitung sowie - neben anderen Verfahren - die Evaluation des Programms.

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