Am 2. Februar 2015 fand die Abschlussveranstaltung des 5 Euro Start Ups statt, das die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) veranstaltet hat. Sehen Sie hierzu in der Pressemitteilung in dieser E-Mail wie sich die Studierenden als „Unternehmer auf Probe“ bewährt haben.

Fotos des Teams finden Sie im Internet unter:

http://www.htwsaar.de/service/Hochschulkommunikation/htw-saar-newsletter/2015/februar/5-euro-startup-projekt-der-htw-saar-macht-studierende-zu-firmeninhaber-ine-n-auf-probe

 

„5 Euro StartUp“-Projekt der htw saar macht Studierende zu Firmeninhaber(inne)n auf Probe

Eine eigene Geschäftsidee zu verwirklichen und das mit viel Unterstützung, aber quasi ohne größeres Risiko, das ist der Traum vieler: Für 20 Studierende der beiden Fakultäten Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwissenschaften der htw saar startete mit Beginn des Wintersemesters 2014/15 zum ersten Mal das „5 Euro StartUp“.

Dieser Praxiswettbewerb, der in Kooperation des Studiumplus der htw saar mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) durchgeführt wurde, bot den Studierenden die Möglichkeit, mit einem symbolischen Startkapital von echten fünf Euro in nur einem Semester ein eigenes Unternehmen zu planen, aufzubauen und am Markt zu testen. Fünf Teams mit fünf Ideen und dem Mut, sie auszuprobieren, haben so im Rahmen des Projektes jeweils eine Firma gegründet und befanden sich im Anschluss an eine mehrwöchige Theoriephase mit ihrem Unternehmen am „echten Markt“.

Von Beginn an hat die Sparkasse Saarbrücken dieses innovative Projekt der htw saar unterstützt.  Damit konnten die Studierenden in allen Phasen des Projektes auf das umfassende Know-how der Sparkasse Saarbrücken im Bereich von Unternehmensgründungen zurückgreifen. Raphael Maus, in der Sparkasse verantwortlich für S-Lotse, dem Kompetenzcenter für Gründer und Nachfolger, gab den Studierenden wichtige Hinweise zu den finanziellen Aspekten einer Unternehmensgründung und -führung. Praktisches Feedback zu allen Fragen der Unternehmensführung konnten sich die Studierenden-Teams zudem während der Unternehmensphase von ihren Coaches geben lassen. Erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Saarland unterstützten die Teams mit ihren Erfahrungen aus dem gelebten Unternehmensalltag.

Mit Abschluss des Wintersemesters haben vier der Teams ihre Geschäftsideen und die Erfahrungen, die sie während der praktischen Unternehmensphase sammeln konnten, in den Räumen der Sparkasse Saarbrücken einem großen Publikum vorgestellt. Auf einem Marktplatz und in einer anschließenden Präsentationsrunde hatten sie Gelegenheit, eine hochkarätig besetzte Jury von ihrem Unternehmergeist und ihrer Innovationskraft zu überzeugen, bevor dann am Ende die besten Teams mit Preisgeldern ausgezeichnet wurden.

Die von der Sparkasse Saarbrücken zur Verfügung gestellten Preise entfielen auf:

1. Preis (dotiert mit 1.000 €)

Team „Glücksschwalbe“
Jana Rüll, Annika Eller, Hannah Kron und Claudia Martelli
Geschäftsidee: Anfertigung von individuellen und nickelfreien Schmuckstücken

2. Preis (dotiert mit 500 €)

Team „BringSHeim“
Anne Jost, Christian Jacobs, Philipp Eder und Hendrik Maier  Geschäftsidee: Einkaufs- und Lieferservice von Lebensmitteln und Haushaltsartikeln speziell für Senioren.

3. Preis (teilen sich zwei Teams mit je 250 €)

Team „InnoCruit“
Jessica Richnow, Steffen Schuhmann, Rouven Bauer und Alexander Diehl
Geschäftsidee: Soziales Jobportal für Studierende und Young Professionals

Team „OMG Tanks“
Oliver Zienkiewicz, Michael Liebl und Gregory Manelli
Geschäftsidee: Tanktop mit Sicherheitsfach

Der Sonderpreis für innovative Geschäftsideen in Höhe von 400 €, zur Verfügung gestellt von der Saarländischen Investitionskreditbank (SIKB), ging an das Team „InnoCruit“.

Für alle Beteiligten stellte dieser Wettbewerb zur Unternehmensgründung einen vollen Erfolg dar, denn er war verbunden mit vielen positiven Effekten. Ganz im Vordergrund stand die Erkenntnis, dass theoretisches Wissen zwar eine gute Basis ist, die Realität oft aber doch noch jede Menge verzwickte Details gerade bei der Umsetzung bereithält. Zugleich hat das „5 Euro StartUp“ für die Studierenden die praktische Möglichkeit eröffnet, für sich selbst herauszufinden, wie weit es mit der eigenen Teamfähigkeit und der persönlichen Eignung als Chef oder Chefin bestellt ist. Beides sind wichtige Kompetenzen, die in der Arbeitswelt - egal ob als Angestellter oder Selbstständiger - zunehmend nachgefragt werden.

 

Hintergrund: Die Finalisten-Teams und ihre Geschäftsideen

Team innocruit

Das Team ging mit der Idee an den Start, Studierenden eine Plattform zur Vermittlung von Stellen anbieten. Mit einer  Marktanalyse stellte das Team schnell fest, dass  der Markt mit solchen Modellen bereits gesättigt ist. Sie entwickelten eine Unique Selling Proposition (USP), um sich von den etablierten Mitbewerber(inne)n abheben zu können: neben harten Faktoren wie Noten, Ausbildung und dergleichen, die in aktuellen Stellenplattformen üblich sind, soll das Geschäftsmodell des Teams weiche Faktoren wie Einstellung, soziale Aspekte und Teamfähigkeit etc. mit berücksichtigen. Das Team stand laut Geschäftsbericht in regem Austausch mit Unternehmen und hat so ermittelt, dass weiche Faktoren mindestens genau so wichtig sind, wie harte Kriterien. 

Team OMG Tanks

In vielen Fitness-Studioketten steht man vor dem Problem der sicheren Verwahrung der eigenen Wertsachen. Manches Schließfach wirkt nicht sehr vertrauenserweckend, Aufbrüche von Schließfächern sind leider keine Seltenheit. Also muss man seine Wertsachen an die Geräte mitnehmen. Die Gefahr des Vergessens ist dabei sehr groß. Eine integrierte Tasche in der Trainingskleidung kann dieses Problem lösen. Dieser Aufgabe hat sich das Team angenommen und ein  Tank Top entwickelt,  da Tank Tops beim Training sehr populär seien.  

Team BringSHeim

Die Dienstleistung von Bringsheim zielt auf Senior(inn)en ab, die in ländlichen Regionen leben und schlechte bis gar keine Einkaufsmöglichkeiten haben oder nicht mehr mobil genug sind, Einkäufe selber zu tätigen. Dabei wird nicht mit einem festen Einkaufspartner(in) gearbeitet. Die Kund(inn)en können selbst bestimmen, in welchem Markt welche Waren gekauft werden sollen. Darüber hinaus bietet das Team den Kauf regionaler landwirtschaftliche Produkte, wenn die Kundin/der Kunde dies wünscht. Der Service kostet maximal 5 Euro je Einkauf und ist gestaffelt (Einkaufswert bis 25 Euro – 20% des Einkaufswertes; Einkaufswert von 25-40 Euro – 12,5%, Einkaufswert von 40-50 Euro – 10%, ab 50 Euro gedeckelt auf 5 Euro)

Team GlücksSchwalbe

Das Team GlücksSchwalbe bietet individuell gefertigte, nickelfreie Schmuckstücke an. Die Kund(inn)en können aktiv an der Gestaltung ihrer Schmuckstücke teilhaben, indem sie bspw. die Länge der Kette, die Fassung der Ohrringe und die Farben des Steins bestimmen können. Es kommen nur hochwertige Materialien zum Einsatz, die Schmuckstücke werden sauber verarbeitet. So erhalten die Kund(inn)en ein individualisiertes Schmuckstück. Das Anfangs begrenzte Sortiment ist im Verlauf des Projektes eventorientiert ausgebaut worden. Um die Weihnachtszeit wurden Wintersets angeboten, die aus Kette, Ohrschmuck und einem Ring mit einem winterlichen Motiv bestanden. Zu Silvester wurde ein glitzerndes Schmuckset angeboten.  Hauptvertriebskanal war ein Online-Shop und Aktionsverkäufe in der Hochschule.

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