Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) pflegt als anwendungs- und praxisorientierte Hochschule schon immer den Kontakt zu Unternehmen. Diese verstärken mit ihrem Angebot an Plätzen für Praxisphase und Abschlussarbeit die praxisnahe Ausrichtung des Studiums an der htw saar. Über Lehrbeauftragte gelangt aktuelles praktisches Wissen in die Hörsäle und bereichert das Studium. Wirtschaft und Wissenschaft erreichen gemeinsam mehr.

Am 25. Juli 2014 konnte eine besonders lange und erfolgreiche Kooperation gefeiert werden: htw saar und Siemens kooperieren seit 30 Jahren. 2800 Studierende haben praktische Vorlesungen von Lehrbeauftragten aus dem Hause Siemens genossen, über 80 haben ihre Praxisphase in der Siemens Niederlassung Saarbrücken absolviert und über 60 Abschlussarbeiten wurden in Kundenprojekten von Siemens durchgeführt. Siemens engagiert sich darüber hinaus weiter für die Hochschule: so unterstützte Siemens von Beginn an das Kooperative Studium, nimmt Aufgaben in dessen Kuratorium wahr, führte 2012 ein duales Studien-Angebot mit der Hochschule ein, ist Mitglied im Förderverein des Deutsch-Französischen Hochschulinstitutes der htw saar, bei den Freunden der Hochschule und unterstützt die Labore für Automatisierungs- und Regelungstechnik mit aktueller Ausstattung.

Der Rektor der htw saar, Prof. Dr. Wolrad Rommel, betonte im Rahmen der Feierstunde die Bedeutung aktiver Kooperationen mit Unternehmen der Region für die htw saar, ihre Studierenden und Lehrenden.

„Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften gerade im naturwissenschaftlich-technischen Bereich wird in Zukunft stark zunehmen. Gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes bilden wir daher seit mittlerweile 30 Jahren aktiv junge Ingenieure aus“, sagte Achim Pecka, Leiter der Siemens Niederlassung Saarbrücken. „Mit Angeboten wie dem Dualen Studium der Elektrotechnik, das Hochschul- und IHK-Abschluss verknüpft, ermöglichen wir eine praxisnahe Ausbildung und zeigen talentierten Nachwuchskräften bereits frühzeitig vielversprechende Perspektiven auf. Durch die Zusammenarbeit mit dem Technisch-Wissenschaftlichen Gymnasium Dillingen gelingt es uns zudem, junge Menschen bereits im Schulalter für Technik zu begeistern und auf diese Möglichkeiten aufmerksam zu machen“, so Pecka weiter.

Der Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Prof. Dr. Dietmar Brück, erinnerte sich: „Bereits bei meinem Einstieg 1991 fand ich eine funktionierende Einheit in Lehre und angewandter Forschung zwischen meinen Kollegen in der Elektrotechnik und der Firma Siemens vor. Diese durfte ich gemeinsam mit meinem Kollegen Faupel bis heute weiterführen. Die Kontinuität der Lehrbeauftragten des Unternehmens Siemens, erst durch Manfred Michel und danach bis heute durch einen Absolventen der htw saar, Peter Kretzer, trägt bis heute Früchte. Es entstand mehr als Kollegialität aus dieser Kooperation.“

Prof. Dr. Benedikt Faupel, Leiter des Labors für Automatisierungstechnik, ergänzt: „Die langjährige Partnerschaft der htw saar mit Siemens ist vor allem für unsere Studierenden ein Gewinn. Als Ergebnis der Kooperation konnten in den vergangenen Jahren bessere Rahmenbedingungen für unsere Labore und ergänzende Angebote durch spezielle Workshops für die Studierenden in der Elektrotechnik geleistet werden. Zudem bietet die Partnerschaft viele Möglichkeiten für die Studierenden, frühzeitig Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen, Anforderungen an das praktische Berufsbild  kennenzulernen und Aufgabenstellungen aus realen Projekten für die Durchführung von Abschluss- oder Projekte zu bearbeiten, so dass ein nahtloser Übergang nach Ende des Studiums in die Industrie erreicht wird.“

Die Partnerschaft wird durch die enge Zusammenarbeit mit dem Technisch-Wissenschaftlichen Gymnasium (TWG) Dillingen verlängert. Hier werden interessierte Schüler(innen) frühzeitig in Kontakt mit Siemens gebracht. Später können sie an der htw saar kooperativ oder dual studieren „Dass wir die einzige Siemens-Partnerschule im Saarland sind, macht uns nicht allein stolz. Für unsere Schülerinnen und Schüler ergeben sich durch die Kontakte zu diesem großen Industriepartner auch hervorragende Chancen für ein kooperatives Studium an der htw saar und vielfältige, praxisnahe Einblicke ins spätere Berufsleben“, sagte Herbert Jacob, Schulleiter TWG Dillingen.

 

Hintergrund

Duales Studium

Ausbildung oder Studium? Seit 2012 muss sich das keiner mehr im Bereich der Elektrotechnik fragen, denn seitdem gibt es das Duale Studium im Bachelor-Studiengang Elektrotechnik. Das Prinzip ist denkbar einfach: neben dem Elektrotechnik-Studium an der htw saar absolvieren die Studierenden bei Siemens eine gewerbliche Ausbildung zur/zum Betriebselektriker/in. Der Vorteil, neben zwei Abschlüssen: Durch den Ausbildungsvertrag sind die Studierenden während der ganzen Ausbildungs- und Studienzeit finanziell abgesichert. So können sie sich ganz auf das Studium konzentrieren. Die Ausbildungs- und Studienzeit beträgt insgesamt vier Jahre. Aktuell gibt es fünf dual Studierende. Ziel ist es, bis zu 15 Studierenden diese Form des Studiums zu ermöglichen. Die Ergänzung um ein Master-Studium seit April 2014 macht das Angebot besonders interessant.

Hintergrund Kooperatives Studium

Siemens war eines der ersten Unternehmen, das für das Kooperative Studium der htw saar Plätze bereitgestellt hat. Studierende besuchen beim Kooperativen Studium während der Vorlesungszeit die Vorlesungen und Veranstaltungen des regulären Studienganges. Zusätzlich arbeiten sie während des Semesters einige Stunden pro Woche für das Unternehmen. In der vorlesungsfreien Zeit verbringen die Studierenden bis zu 10 Wochen im Unternehmen.

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