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Studierende der HTW des Saarlandes entwickelten Lagerkonzept
für die St. Johanner Börse


„Der Umzug des Diakonischen Zentrums Saarbrücken in die Johannisstraße hat für die St. Johanner Börse große logistische Probleme bei der Lagerhaltung mit sich gebracht“, sagt Wolfgang Biehl, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes an der Saar (DWSAAR). Die Präsentationsfläche ist kleiner geworden, dafür steht ein großer Kellerraum zur Verfügung. Durch ein von den Studierenden der Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) des Saarlandes erarbeitetes und in Einzelbeispielen erprobtes Lagerkonzept sei es nun möglich, die Kern-Aufgabe der Börse besser umzusetzen: Bedürftige Menschen zu unterstützen.

In der St. Johanner Börse erhalten Notleidende Kleidung, Hausrat und Kleinmöbel, die von der Bevölkerung gespendet werden. Durch den Umzug mussten Möglichkeiten gefunden werden, die Sachspenden möglichst platzsparend und doch übersichtlich zu lagern. Dabei hätten die Studierenden mit ihrem logistischen Know-how den Mitarbeitenden der
St. Johanner Börse mit Rat und Tat zur Seite gestanden, sagt Biehl.

Im Keller wurde ein übersichtliches Regalsystem geschaffen, dass kein langes Suchen mehr nötig macht. In einem „Schaufenster“ sind exemplarisch Geschirr und Küchengeräte zu sehen. Möbel werden fotografiert und als Bildergalerie präsentiert. Mit einer einfachen Excel-Tabelle ist es möglich festzustellen, welche Waren im Keller noch lagern. Damit hat die Börse ein kleines Warenwirtschaftssystem.

Das Projekt entstand an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften unter der Leitung von Prof. Dr. Steffen Hütter. Es gehört zum Master-Studiengang und steht unter dem Motto: „Service Learning“. „Lernziel ist es, die wissenschaftlichen Inhalte der Module des Grundstudiums (learning) mit gemeinnützigem Engagement (service) zu verknüpfen, so dass die Studierenden in ihrer Umgebung Verantwortung übernehmen und die dabei tangierten fachlichen Inhalte anschaulicher sind und besser erlernt und beherrscht werden können“, sagt Hütter. So entstehe nicht nur eine verbesserte Wissensvermittlung, sondern die Kooperationspartner erhielten durch die Studierenden Unterstützung, die sie sich sonst nicht leisten könnten. „Die Studierenden erwerben damit eine durch die praktische Anwendung vertiefte Kompetenz in den Studieninhalten und gleichzeitig soziale Kompetenzen, die nicht selten den weiteren Lebensweg prägen“, erläutert Hütter.

„Gerade im Jahr der Freiwilligenarbeit sind wir sehr dankbar für die Unterstützung“, sagt Biehl. Das DWSAAR habe nicht die finanziellen Ressourcen, um ein Unternehmen mit der Erarbeitung solch eines Konzeptes zu beauftragen. So profitieren beide Seiten von diesem Projekt.

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