Kaffee mobil: Und der Kaffee kommt zu Dir!

Studierende der HTW konstruieren und vermarkten die mobile Kaffeebar

Im Wintersemester 2009/10 wurden elf Studierende des Master-Studiengangs Engineering und Management der HTW vor die Aufgabe gestellt, ein Ape Piaggio Dreirades zu einem Gastronomiefahrzeug umzubauen. Warum das Ganze? Bereits während des Studiums mit Unternehmen zusammenzuarbeiten und Praxiserfahrungen zu sammeln, bereitet optimal aufs Berufsleben vor. Daher müssen nicht nur die elf Kaffeebar-Konstrukteure, sondern Studierende aller HTW-Studiengänge Praxisprojekte bearbeiten. Dabei werden die Aufgabenstellungen nicht aus der Luft gegriffen, sondern die Studierenden werden mit konkreten Forschungs- und Entwicklungsproblemen konfrontiert.

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Griebsch von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Prof. Dr.-Ing. Dieter Arendes sowie Prof. Dr. Andy Junker von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, die den Umbau der Piaggio Ape betreuten, arbeiten eng mit Partnern aus der Industrie zusammen. Jedes Semester stellen sie ihren Studierenden kniffelige Aufgaben. So wurden beispielsweise schon ein Aufzug für behinderte Menschen konzipiert oder das Gehäuse eines Siemens-Industrie-PCs optimiert. Ziel ist es, die Prototypen bis zur Marktreife zu führen.

Auf dem besten Wege zur Marktreife befindet sich auch die mobile Kaffeebar, die im Oktober 2009 als handelsübliche Piaggio Ape in den Hof der HTW geliefert wurde. Die Piaggio Ape (italienisch für Biene) kennt man aus Italien, wo sich der Kleintransporter auf Vespa-Basis mit nur einem mittig angeordneten Vorderrad durch die engen Gassen schlängelt. Dieses schmale Gefährt wurde nun von den Studierenden völlig umkonstruiert, und es wurde ein Betriebskonzept inklusive Marketing und Sponsoring erstellt. Mit ihrem KompetenzCenter für Existenzgründung begleitete die Sparkasse Saarbrücken schon zu einem frühen Zeitpunkt dieses innovative Projekt der HTW.

Die Anforderungen an die wendige Piaggio Ape waren hoch: witterungsbeständig sollte sie sein und, ausgerüstet mit einer Profi-Espressosiebträgermaschine, auch noch eine gute Figur machen. Fleißig arbeiteten die Studierenden an ihrem Projekt und verwandelten nicht nur die Piaggio Ape in eine Kaffeebar, sondern auch sich selbst in Baristas (ital. für „Kaffeekünstler“) – dank eines Kurses, in dem sie die hohe Kunst der Kaffeezubereitung mit Profimaschinen lernten. Pünktlich zum Ende des Semesters wurde die mobile Kaffeebar fertig und hatte ihre Feuertaufe am 3. Februar 2010, dem Tag der offenen Hörsäle an der HTW. Dort gab sie ein so gutes Bild ab, dass die Sparkasse Saarbrücken gleich Gefallen daran fand und zusagte, die Piaggio Ape unter dem Aspekt „gelebte Existenzgründung“ zu übernehmen. Die schwarze Lackierung verwandelte sich in Sparkassenrot, die Kaffeebar erhielt den letzten Schliff und hat nun dieser Tage ihren ersten von vielen Auftritten bei einer Veranstaltung der Sparkasse Saarbrücken. Mit der Espresso-Bar auf drei Rädern erwartet die Besucher dort ein mobiles Kaffee-Erlebnis der ganz besonderen Art. Und einen Namen hat die Ape auch schon: S-Presso.

Für eine hochauflösende Darstellung bitte auf die Bilder klicken:

Im Oktober 2009 wurde die Piaggio Ape im Originalzustand an die HTW geliefert - und gleich probegefahren!
Am Tag der offenen Hörsäle im Februar an der HTW wurde die Kaffeebar eingeweiht. Links im Bild: Forschungskoordinator Dipl.-Wirt. Ing. Dipl.-Päd. Franziskus Sauer, Prof. Dr. Jürgen Griebsch und Prof. Dr. Andy Junker.Daneben: die Studierenden der Projektgruppe.

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