Engineering Cockpit – Prozessoptimierung made in Saarland

 

40% aller Unternehmen scheitern aufgrund von Managementfehlern, zum größten Teil durch Organisations- und Planungsfehler – zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Creditreform. Die Ergebnisse der Untersuchung belegen einmal mehr die zentrale Bedeutung einer guten Prozessorganisation. Prozesse, also die definierte Abfolge von Arbeitsschritten, können über Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens mitentscheiden.

Das Institut für Industrieinformatik und Betriebsorganisation (IBO), ein Forschungsinstitut
der HTW, hat sich der Frage gewidmet, wie Entwicklungsprozesse optimiert werden können. Der Weg führt über die Unterstützung des Produktentwicklungsingenieurs bei administrativen Tätigkeiten. Dadurch kann er mehr Zeit auf die Lösung der technischen Fragestellungen verwenden: Effizienzsteigerung im Engineering Prozess.

Gemeinsam mit John Deere hat das IBO eine innovative Lösung für den Engineering Prozess entwickelt. Ergebnis der Kooperation ist der Prototyp eines Engineering Cockpits. Hier laufen für den Ingenieur in der Produktentwicklung sämtliche Prozesse zusammen. Komplexe Informationen werden übersichtlich dargestellt. Der Anwender erkennt seine nächsten Aufgaben, kann notwendige Entscheidungen treffen und bei Bedarf mehr Detailinformationen anfordern. Ein Konstrukteur sieht auf einen Klick, ob zu einem Bauteil bereits Angebote vorliegen, Werkzeuge angefragt wurden bzw. welche Kosten voraussichtlich anfallen werden.

Die Cockpit-Software stellt zusammengehörende Informationen auf dem Bildschirm dar, so dass Zuordnungsaufgaben und die zeitaufwändige Suche nach Daten in mehreren
Computersystemen entfallen. Alle Beteiligten haben unmittelbaren Zugang zu den
notwendigen Informationen in real-time, lästiges Abgleichen und das zeitraubende auf-dem-Laufenden-Halten entfallen. So kann sich der Konstrukteur ganz auf seine Kernaufgabe, die Entwicklung von innovativen Produkten, konzentrieren.

Dass das Engineering Cockpit so perfekt auf den Produktentwicklungsprozess ausgerichtet ist, liegt vor allem daran, dass es mit einem Unternehmen zusammen entwickelt wurde. Praxis- und Anwendungsorientierung findet an der HTW nicht nur in der Lehre, sondern auch in der Forschung statt. Damit kann die Forschung unmittelbar für und in Unternehmen umgesetzt werden – eine win-win-Situation, wie sie im Buche steht.

Der Prototyp wird zur Zeit ausgiebig getestet und gemeinsam mit den Anwendern zur
Einsatzreife gebracht. Es ist geplant, diese Softwarelösung für einen breiteren und international vernetzten Einsatz weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen und die Kontaktmöglichkeiten zum Ibo finden Sie hier.

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