Senat der HTW bestätigt Cornetz im Amt

Mit 8 zu 5 Stimmen ist der Senat der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes am 13. September 2006 dem einstimmigen Wahlvorschlag des Wissenschaftlichen Beirates vom 12. Juli 2006 gefolgt.

Mit Ablauf der Bewerbungsfrist am 30. Juni 2006 war bis auf die Bewerbung des Amtsinhabers, Prof. Dr. Wolfgang Cornetz, keine weitere Bewerbung eingegangen. Der Wissenschaftliche Beirat der HTW begrüßte die Bewerbung Cornetz' und empfahl dem Senat einstimmig, erneut für den derzeitigen Amtsinhaber zu votieren.

Cornetz ist seit dem 1. Januar 2001 Rektor der HTW und kann auf eine positive Bilanz zurückblicken:

Die Zahl der Bewerbungen um einen Studienplatz an der HTW sind von 1.225 im Jahr 2000 auf über 3.000 im Jahr 2006 angestiegen.  Die Zahl der Studierenden ist um über 1.000 gewachsen (von 2.519 auf über 3.600), die Zahl der Studiengänge wurde verdoppelt (von 10 auf 21) und das gesamte Studienangebot wurde auf Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt. 14 Studiengänge sind bereits akkreditiert. Die Hochschule ist nicht nur fit für den regionalen Wettbewerb und hat unter Cornetz erheblich an Reputation gewonnen, sondern ist durch die Umstellung auf die neuen Abschlüsse auch Vorreiterin in Sachen Bologna-Prozess.

"Das ist nicht nur die Leistung des Rektors. Aber der Rektor kann durch seine Führungspolitik und Leitideen das Kollegium und die Mitarbeiter entsprechend motivieren und bei ihren Anstrengungen unterstützen." Cornetz pflegt einen offenen und kooperativen Führungsstil, bespricht sich regelmäßig mit den Professor(inn)en, Mitarbeiter(inne)n und Studierenden und ist so ständig am Puls der Hochschule.

"Ich sehe meine Arbeit und das Engagement des Kollegiums bestätigt. Diese Abstimmung zeigt, dass die Mehrheit der Hochschule die Zukunftsvisionen, die ich für die HTW realisieren möchte, unterstützt und mitträgt," erklärt Cornetz nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses. "Dass reformorientierte Rektoren und Präsidenten nicht bei allen beliebt sind, ist hinreichend bekannt. Einige Gegenstimmen kann man von daher eher positiv bewerten."

In der Aussprache zwischen Bewerber und Senat am 28. August 2006 hatte Cornetz dargelegt, wie er sich die Zukunft der HTW vorstellt:
Das Globalziel, den Markennamen HTW zu festigen, will Cornetz mit verschiedenen Instrumenten erreichen.

  • Zum Einen müsse die Qualität von Forschung und Lehre verstetigt werden. Dabei hat Cornetz auch die Studienabbrecherquote im Sinn, die in den kommenden Jahren durch die Verbesserung der Lehre, eine Ausweitung der Betreuung und des Services für die Studierenden deutlich verringert werden soll.
  • Als neues Aktionsfeld will Cornetz ein akademisches Weiterbildungsangebot der HTW etablieren.
  • Die Forschungsaktivitäten sollen intensiviert werden.

Strukturellen Änderungsbedarf sieht Cornetz ebenfalls: die Erhöhung der Autonomie der Hochschule und die Einführung des Globalhaushaltes sind aus seiner Sicht die Hauptziele der zweiten Amtszeit.

Auch die interne Struktur der HTW steht für ihn zur Diskussion: mit einer Flexibilisierung der Hochschulstruktur kann mehr Effizienz und Service erreicht werden – Service den Studierenden gegenüber, aber auch Service innerhalb der Hochschule.

Alle Aktionen, betont Cornetz, müssen immer unter dem Aspekt der Chancengleichheit erfolgen.
V.i.S.d.P. Katja Jung

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