InPEO – Forschen für einen nachhaltigen Erfolg unserer Partner


Neugegründetes In-Institut im Bereich der Produktentwicklung unterstützt die heimische Wirtschaft

Ergebnisse aus dem Bereich Forschung in die Wirtschaft zu transferieren und sich dabei von der Methodik des "Unternehmens Natur" inspirieren zu lassen, das in den Millionen von Jahren seines Bestehens nie pleite ging, ist das Ziel des Instituts für Produktentwicklung und -optimierung.

Im Vorfeld des Innovationstages 2005 veröffentlichte die Saarbrücker Zeitung in ihrem Wirtschaftsteil einen Bericht über den gezielten Einsatz der HTW in Sachen Forschung für die heimische Wirtschaft (Saarbrücker Zeitung, 09.11.2005, Wirtschaft, Warscheid).

Wie aus dieser Idee konkrete Unterstützung für die Wirtschaftsunternehmen werden kann, schilderte damals Professor Dr. H. J. Weber, der das Institut für Produktentwicklung und -optimierung (InPEO) vorstellte und darauf hinwies, wie ein direkter Transfer zwischen der Hochschule und Unternehmen geschehen kann – in Form von Beratungsleistungen, mit Labors und Gerätschaften sowie mit einer gezielten Vorbereitung ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses für die Partnerunternehmen.

Mittlerweile sind das InPEO und sieben weitere In-Institute der HTW in Saarbücken, mit unterschiedlichsten Fachschwerpunkten,  gegründet und stehen bereit, diesen erklärten Auftrag wahrzunehmen.

Das InPEO bietet eine Palette aus systematischer Konstruktion, Finiten Element-Berechnungen, Werkstoffprüfverfahren und Verfahren der Gestaltoptimierung an.
Hierbei soll ein besonderer Schwerpunkt auf die Anwendung von Gestaltungsprinzipien und Verfahren, die an Funktionsträgern in der Natur zu beobachten sind, gelegt werden. Diese Disziplin bezeichnet man als Bionik. Die Bionik erfreut sich eines immer größer werdenden Interesses. Sie bietet die Möglichkeit, zu  lernen, wie man im Laufe eines Produktentwicklungsprozesses noch schneller und ressourcensparender zum Ziel, sprich zum fertigen Produkt, gelangen kann. Vorbilder stehen hierzu reichlich zur Verfügung, es gilt lediglich einen Blick in die Natur zu riskieren und die biologischen Gestaltungsprinzipien kennen und verstehen zu lernen.

Die Leistung des InPEO wird dabei sein, einerseits das Werkzeug der Konstruktionsbionik in bestehende, systematische Konstruktionsprozesse zu integrieren, im Bereich der Lehre der Hochschule zukünftige Ingenieure mit dieser Arbeitsweise vertraut zu machen und im Falle eines konkreten Projektvorhabens mit einem Partner der Wirtschaft zu entscheiden, ob es eine bionisch inspirierte Lösung gibt, die einen quantifizierbaren und/oder zeitsparenden Vorteil gegenüber einer „klassisch“ gefundenen Lösung verspricht.

Skeptikern hinsichtlich eines solchen Vorgehens sei vorab versichert, dass es dabei nicht um eine verklärte Sicht der Bionik und eine Anwendung dieser um ihrer selbst willen geht. Es versteht sich beinahe von selbst, dass es Aufgabe von Konstrukteuren im Produktentwicklungs- und -verbesserungsprozess sein und bleiben muss, mit Ingenieurdisziplin den sichersten, plausibelsten und kostensparendsten Weg zum Produkt zu finden. Jedoch zeigen die vielen publizierte Beispiele aus diesem Bereich, dass dies oftmals mit den Mitteln der Bionik und den Lösungen, die die Natur uns präsentiert, sehr gut möglich ist und das Rad somit nicht zweimal erfunden werden muss.

Insofern ist es sicherlich ein brauchbarer Weg, Partner aus der Wirtschaft zu unterstützen und sich dabei – wie eingangs etwas plakativ erwähnt – von der Unternehmung inspirieren zu lassen, die so energie- und materialsparend wie möglich arbeitet und dabei immer zum Ziel gelangt.

InPEO stellt sich vor

Wer steht hinter dem Institut für Produktentwicklung und -optimierung?

InPEO ist, wenn…

… sich drei Professoren des Fachbereichs Maschinenbau mit unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten und Labormöglichkeiten zusammenschließen, um dabei ein interessantes Kompetenzprofil und einen breitbandigen Angebotskatalog zu erstellen, von dem Partner der Wirtschaft profitieren können.

Es sind:

  • Professor Dr.-Ing. H. J. Weber (Konstruktionsmethodik, Produktentwicklung, Antriebstechnik),
  • Prof. Dr.-Ing. Walter Calles (Werkstoff- und Kunststofftechnik, Schadenskunde) und
  • Prof. Dr.-Ing. Bernd Heidemann (Produktentwicklung, Konstruktionstechnik, Konstruktionsmethodik),

die sich der Aufgabe des Aufbaus von InPEO gestellt haben. Sie stellen den Kunden und Projektpartnern ihre langjährige Erfahrung aus wirtschaftlicher Praxis und Hochschullehre zur Verfügung.

Unterstützt werden sie dabei seit dem 1. Oktober 2006 durch den ersten wissenschaftlichen Mitarbeiter des InPEO, Dipl.-Ing. (FH) für Mikrosystemtechnik Wolfgang Pfeifer, mit dem das Institut auch einen ständig präsenten Ansprechpartner erhält, der Kontakte zu Kooperationspartnern knüpfen und anstehende Projekte nach den benötigten Ressourcen planen sowie mit den Professoren der HTW, Labormitarbeitern sowie beispielsweise Studierenden in Diplom- oder Masterarbeiten durchführen wird.

V.i.S.d.P. Katja Jung

Hochschule für
Technik und Wirtschaft
des Saarlandes

University of
Applied Sciences

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