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Staatskanzlei richtet Diplomierungsfeier des DFHI aus

54 Absolventen des Deutsch-Französischen Hochschulinstituts für Technik und Wirtschaft erhielten Diplom.

Ministerpräsident Peter Müller: Erfolgreicher Pionier deutsch-französischer Hochschulkooperation mit bundesweitem Modellcharakter.

Im Rahmen eines Empfangs am heutigen Freitag (4.3.05) in der Staatskanzlei durch Ministerpräsident Peter Müller erhielten 54 Absolventen des 25. Absolventenjahrgangs des Deutsch-Französischen Hochschulinstituts für Technik und Wirtschaft (DFHI / ISFATES) ihre Diplome aus den Händen von Herrn Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Weber, Prorektor der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) des Saarlandes (für den erkrankten Rektor Prof. Dr. Wolfgang Cornetz), und Prof. Dr. Richard Lioger, Präsident der Universität Paul Verlaine in Metz.

Ministerpräsident Peter Müller nutzte seine Ansprache in der Halle der Staatskanzlei, um die hier praktizierte deutsch-französische Hochschulkooperation als ältestes und bislang erfolgreichstes Modell zu würdigen und den Absolventen seine Anerkennung und seinen Glückwunsch auszusprechen. Peter Müller, zugleich Bevollmächtig-ter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, wies darauf hin, dass auch die Gründung des Deutsch-Französischen Hoch-schulinstituts auf den Elysée-Vertrag 1963 zurück ging. „Gerade unsere Grenzregion hat den Prozess der letzten Jahrzehnte zwischen den Nachbarländern unmittelbar erlebt und versteht sich mehr denn je als Motor der deutsch-französischen Freundschaft und grenzüberschreitende Region, in der diese Freundschaft und Zusam-menarbeit intensiv gelebt wird. Saarbrücken war in der Geschichte immer näher an Metz als an Mainz. Die Hochschulkooperation, die auch zur Stärkung der Sprachkompetenz beiträgt und die den wechselseitigen Austausch selbstverständlich werden lässt, passt als Mosaikstein hervorragend in dieses Bild.“ Auch die Universität des Saarlandes wurde nach dem 2. Weltkrieg als deutsch-französisches Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Die HTW geht im Kern auf die 1807 errichtete École pratique des mines zurück. Auch die Kunst- und Musikhochschule haben französische Wurzeln.

Prorektor Weber und Präsident Lioger unterstrichen, dass die Absolventen über hervorragende Arbeits-marktchancen verfügen. Die Vielfalt der grenzüberschreitenden Wirtschaftsbeziehungen erfordere über die Fachkompetenz hinaus zunehmend international orientierte Mitarbeiter, Sprachkenntnisse über Englisch hinaus sowie interkulturelle Kompetenz. Ziel der deutsch-französischen Studiengänge sei es, die Absolventen auf eine international orientierte berufliche Tätigkeit in Deutschland und Frankreich und weit darüber hinaus vorzubereiten.

Die Kooperation zwischen der HTW und der Universität Metz wurde bereits 1978 durch einen Staatsvertrag besiegelt und stellt einen der profilbildenden Schwerpunkte der HTW dar. Die HTW war damit die erste Hochschule in Deutschland, die ihren Studierenden deutsch-französische Doppeldiplom-Abschlüsse bieten konnte. Vollintegrierte deutsch-französische Studiengänge gibt es in den Studienbereichen Betriebswirtschaft, Elektrotechnik, Euro-päisches Baumanagement (trinational in Kooperation mit der Universität Luxemburg), Informatik, Logistik und Maschinenbau. Integriert ist die Sprachausbildung in Deutsch, Französisch und Englisch sowie die interkulturelle Ausbildung. Obligatorisch ist eine halbjährige Praxisphase im jeweils anderen Sprachraum. 1999/2000 wurden aus den teil-integrierten Studiengängen Betriebswirtschaftslehre, Elektrotechnik und Maschinenbau voll integrierte Studiengänge für alle Studierenden gemeinsam an jeweils alternierenden Standorten. Die Angebots-palette wurde erweitert. Ein Zusatzabkommen zwischen der Universität Metz und der HTW beinhaltet die Ein-führung modularisierter Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschluss und die Öffnung gegenüber Koopera-tionspartnern aus Drittländern.

Der besondere binationale Charakter zeigt sich in den drei- bis fünfjährige Studienzyklen mit alternierenden Studienorten in Metz und Saarbrücken, in der Vollintegration durch ausschließlich gemeinsame Lehrveranstal-tungen für deutsche und französische Studierende, in der Sprachausbildung in der jeweiligen Partnersprache und Englisch, in mehrsprachigen Fachvorlesungen unabhängig vom Studienort und in der Querschnittsorientierung durch fachrichtungsübergreifende Lehrveranstaltungen. Seit 1978 haben bereits über 1800 Studierende das binationale Studium erfolgreich absolviert.

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