Nachfolgenutzung von Grubenstandorten

Forschungskolloquium des Fachbereichs Architektur der HTW

 

Am Dienstag, den 20. Mai 2003, veranstaltet der Fachbereich Architektur der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) von 14:00 bis ca. 19:00 Uhr sein Forschungskolloquium zum Thema "Nachfolgenutzung von Grubenstandorten" im Senatssaal der HTW, Gebäude Waldhausweg 14.

 

Die Grubenstandorte sind Teil des industriekulturellen Erbes des Saarlandes, das aus einem Dreiklang besteht: 

Kohle - Gruben, Eisen - Hüttenwerke, Glas - Glashütten.

 

Ziel der Landesregierung ist es, dieses industriekulturelle Erbe in den Mittelpunkt sowohl der Kulturpolitik als auch der Wirtschaftspolitik und damit der Strukturpolitik zu stellen. Um dafür Wege aufzuzeigen, wurde eine Kommission einberufen, die im September 2000 ihren Bericht ablieferte. Dieser definierte aus dem industriekulturellen Erbe Zukunftsstandorte, ergänzt um weitere Standorte und verbunden in einer Route der Industriekultur.

Die ausgewählten Standorte der Industriekultur besitzen sowohl eine kulturelle als auch eine wirtschaftliche Komponente:

 

kulturelles Handlungsfeld: Der besondere Reiz dieser Industrieräume fordert die Kulturschaffenden aus der Architektur, der Kunst und derMusik zu außergewöhnlichen Experimenten heraus.

 

wirtschaftliches Handlungsfeld: Die Einrichtung von Zukunftswerkstätten, in denen Forschung, Entwicklung und Anwendung zusammengeführt werden.

 

Das Kolloquium will den Blick auf die Grubenstandorte als den Teil des industriekulturellen Erbes, der durch das Vorhandensein der Kohle als Bodenschatz für das Saarland eine besondere Bedeutung besitzt, fokussieren.

§         Zum Carreau Wendel referiert Dr. Uwe Burghardt, Conservateur en Chef des Carreau Wendel zum Zeitpunkt eines von den HTW-Professor(inn)en Eve Hartnack und Klaus Dieter Köehler geleiteten internationalen Architektur-Workshops im Sommer 2002.

§         Über diesen Workshop berichtet Prof. Köehler: Studierende der Hochschulen Brünn, Koblenz, Mainz, Nancy, Saarbrücken, Toulouse, Versailles, Wien erarbeiteten gemeinsam acht Konzeptstudien für die Lavoir (Kohlenwäsche) 3.

§         Über das Gesamt-Strukturkonzept der Grube Göttelborn spricht der international renommierte Prof. Wolfgang Christ vom Institut für europäische Urbanistik der Bauhaus-Universität in Weimar.

§         Ihren Siegerentwurf zum internationalen Architektenwettbewerb "Konzeption für den Sitz der IndustrieKultur Saar mit Verwaltung, Seminarräumen, Übernachtung etc." stellen die Architekten Augustin + Frank aus Berlin vor.

Die Konzepte für das Carreau Wendel ebenso wie für die Grube Göttelborn sowie ihre potentiellen Ausformulierungen an Beispielen werfen folgende Fragen auf, die im Rahmen des Kolloquiums diskutiert werden sollen:

 

Das Konzept der Industriekultur von 2000: Ist es auf dem richtigen Weg? Ist es noch stimmig?

 

Der besondere Beitrag der Grubenstandorte: Gibt es ihn überhaupt? Welche Potentiale sind enthalten?

 

Die aufgezeigten Lösungsansätze: Sind sie kongruent? Zeigen sie völlig andere Ansätze?

 

Die Gesamtproblematik von Industriebrachen als Ausgangspunkt des Strukturwandels stellt Karl Kleineberg, Vorsitzender Geschäftsführer der in der Werkstatt Industrie-Kultur ansässigen IndustrieKultur Saar, dar. An der abschließenden Podiumsdiskussion nehmen außer den genannten Referenten noch Gert-Rainer Damm, Leitender Ministerialrat am Ministerium für Umwelt des Saarlandes, und Thomas Hepp, Vorstandsmitglied der Architektenkammer des Saarlandes, teil.

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V.i.S.d.P. Katja Jung

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