HTW auf neuem Kurs

     25. Juni 2001

Mit der Einführung des Studienganges Kommunikationsinformatik zum Wintersemester 2001/2002 und sogenannten "kooperativen Studiengängen" schlägt die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes ein neues Kapitel in ihrer Geschichte auf. Zum ersten Mal wird ein Studium angeboten, das bereits nach drei Jahren zu einem international anerkannten Abschluss führt, dem Bachelor-Grad bzw. Bakkalaureus.

Mit dem Bachelor-Studiengang wird die HTW der Forderung der Wirtschaft nach kürzeren Studienzeiten gerecht, ohne den Anspruch an Wissenschaftlichkeit einbüßen zu müssen. Sie bietet Ihren Studierenden einen praxisnahen, durch das European Credit Transfer System (ECTS) international anerkannten Studiengang an, der im Falle der Kommunikationsinformatik zudem noch einer Wachstums- bzw. Zukunftsbranche zuzuordnen ist. Weitere Bachelor-Studiengänge sollen nach dem Willen der Hochschule folgen. Zum Wintersemester 2002/2003 sollen die Studiengänge Mechatronik und Produktionsmanagement das Studienangebot der HTW erweitern. Dabei soll es aber nach den Plänen der HTW nicht bleiben. Angestrebt werden für die nahe Zukunft Master-Studiengänge, die es den Absolventen der HTW erlauben, nach anglo-amerikanischem Vorbild nach dem ersten berufsqualifizierenden Abschluss (dem Bachelor) auf Wunsch einen zweiten, den Mastergrad anzuhängen. Mit einem solchen Abschluss steht dann auch einer Promotion, falls angestrebt, nichts mehr im Wege.

Große Pläne also an der HTW. Die Nachfrage nach Absolventen der neuen und der alten Studiengänge haben erst kürzlich 24 Unternehmen bei der konstituierenden Veranstaltung "Netzwerk Hochschule und Wirtschaft" bekräftigt. Sie hätten die geplanten Studiengänge am liebsten gestern als heute eingeführt. "Wir müssen darauf achten, dass die Quantität nicht zu Lasten der Qualität geht, da die Qualität der Lehre letztlich über die Zukunft unserer Absolventen entscheidet" mahnte der Rektor der HTW, Prof. Dr. Wolfgang Cornetz, und begründete damit die Einführung "nur" eines Bachelor-Studienganges in diesem Jahr.

Ebenfalls neu an der HTW ist das Konzept des kooperativen Studienganges. Gute Absolventen und Absolventinnen zu finden ist schwer - gute Jobs während des Studiums zu finden ist nicht viel leichter. Warum also nicht das eine mit dem anderen verbinden, dachte man sich an der HTW und entwickelte das Konzept des kooperativen Studienganges zunächst für die im Oktober beginnende Kommunikationsinformatik.

Die Studierenden in einem kooperativen Studiengang unterscheiden sich von Ihren Kommilitonen nur durch den Studienvertrag, den sie mit einem Unternehmen geschlossen haben. Der Studienvertrag regelt die monatliche Vergütung des Studierenden und legt die Anwesenheit im Unternehmen fest. Die Studierenden verpflichten sich, die während des Studiums an der HTW verlangten Studien- und Projektarbeiten im Unternehmen zu erstellen, dort ihre Praktische Studienphase zu verbringen und ihre Diplomarbeit ebenfalls im Unternehmen zu erstellen. Das Unternehmen stellt dem Studierenden im Gegenzug einen Betreuer zur Seite und zahlt dem Studierenden/der Studierenden ein regelmäßiges, monatliches Gehalt. Zudem schließt es mit der HTW einen Kooperationsvertrag ab, der die Grundlagen für das kooperative Studium regelt (bspw. die Betreuung im Unternehmen, die Mitgliedschaft in Beratungsgremien, Studienabschluss-Gespräche, etc.).

Die Vorteile für die Studierenden liegen auf der Hand: neben der finanziellen Unabhängigkeit erhalten sie durch die studiennahe Arbeit im Unternehmen eine stärkere Praxisausrichtung und Praxiserfahrung, die nicht zu unterschätzen ist. Das Unternehmen wiederum kann sich frühzeitig Nachwuchs sichern und hochqualifizierte Fachkräfte durch die studienbegleitende Arbeit auf die Bedürfnisse des Unternehmens anpassen und einarbeiten.

Die HTW stellte dieses Konzept saarländischen Unternehmen vor, die sofort großes Interesse bekundeten. Firmen wie Eberspächer, Hydac und Magna Pebra wollen schon zum Wintersemester 2001/2002 die ersten kooperativen Studierenden unter Vertrag nehmen. Auch Bosch, Siemens, ZF und viele andere wollen dieses System unterstützen. Selbst nicht im Saarland agierende Unternehmen, wie der TÜV Süddeutschland, zuständig für Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen, zeigen Interesse. Studienbewerber und Studienbewerberinnen sollten sich bei Interesse an einem solchen kooperativen Studiengang bei einem Unternehmen Ihrer Wahl um einen Studienvertrag bewerben und sich an der HTW immatrikulieren. Dann steht dem teilfinanzierten Studium mit dem Mehr an Praxiserfahrung nichts mehr im Wege.

Der Rektor der HTW ist überzeugt, dass die neue Abschlussstruktur die Hochschule weiter nach vorne bringen wird. "Die Fachhochschulen mit ihrem praxisbezogenen Ausbildungskonzept sind durch die zukunftsweisenden Abschlüsse Bachelor und Master weiter auf der Erfolgsspur."

 

     V.i.S.d.P. Katja Jung

 

Feedback: Pressestelle der HTW

Letzte Aktualisierung am 18. Februar 2005

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