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Prof. Dr. Thomas Tinnefeld, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Am 24. März 2014 hielt Prof. Dr. Thomas Tinnefeld auf Einladung seiner Kollegin, Prof. Dr. Shing-lung Chen, in der Germanistik der National Kaohsiung First University of Science and Technology (NKFUST) in Kaohsiung einen Gastvortrag zum Denglischen, das eine neuere Entwicklung des modernen Deutsch darstellt. Zu diesem Themenkomplex, jedoch mit einer anderen Gewichtung, hielt Tinnefeld am 31. März 2014 auf Einladung seines dortigen germanistischen Kollegen, Prof. Dr. Christoph Merkelbach, einen weiteren Gastvortrag an der National Taiwan University (NTU) in Taipeh, einer der führenden Universitäten Asiens. An beiden Vortragsorten erfreute er sich groߟen Zuspruchs. Für die Gastvorträge wurde ein interaktiver Ansatz gewählt, der die Mitarbeit der Anwesenden erforderte und auf diese Weise deren Verständnis des dargestellten Phänomens zu vertiefen half.

Das Denglische - eine Mischung aus Deutsch und oftmals nicht notwendigen, bisweilen auch sprachlich falschen englischen Elementen - greift im Deutschen immer weiter um sich und beeinflusst die Sprachverwendung in wichtigen Kommunikationsbereichen der deutschen Gemein- und Fachsprache. Diese Entwicklung zeigte Tinnefeld im Hinblick auf die Alltagssprache (u.a. im Hinblick auf sprachliche Komik), die Berufssprache (u.a. im Hinblick auf Berufsbezeichnungen) und die Werbesprache auf. Der Vortragende stellte die eigentlichen linguistischen Erscheinungen in einen höheren Zusammenhang und beschrieb nicht nur die Funktionen des Denglischen, sondern auch dessen gesellschaftliche und kulturelle Folgen. Im Zentrum stand dabei ein beschreibender, nicht jedoch ein wertender Ansatz.

An die Vorträge schlossen sich jeweils lebhafte Diskussionen an. Beispielsweise wurden Fragen gestellt, die sich auf die Verwendung des Denglischen in Deutschland in unterschiedlichen Kommunikationssituationen bezogen wie auch auf die bevorzugte Aussprache des Denglischen in authentischer englischer oder verdeutschter Form. Zudem wurde danach gefragt, ob das Chinesische in Zukunft einen ähnlichen Einfluss auf das Deutsche ausüben könnte, wie dies heute für das Englische gilt. Diese Fragen waren anregend und verdeutlichten, dass das dargestellte Sprachphänomen von den Anwesenden nicht nur internalisiert wurde, sondern dass sie es adäquat einzuschätzen in der Lage sind und es bei ihren künftigen Sprachkontakten mit dem Deutschen im Blick behalten werden. Somit erreichten die Vorträge das von Professor Tinnefeld verfolgte Ziel, bei den Anwesenden ein Mehr an Sprachbewusstsein zu schaffen.

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