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Prof. Dr. Kerstin Heuwinkel, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

„Sieben Länder beteiligen sich an der siebten Internationalen Woche in Ourense“ - so lautete die ߜberschrift in der regionalen Tageszeitung. Der Initiator der Internationalen Woche, Angel Barajas Alonso, Universidade de Vigo, Campus Ourense, kommt jedoch nur auf vier Veranstaltungen. Diese Zählweise wird von Prof. Dr. Kerstin Heuwinkel bestätigt, die 2010 an der ersten Internationalen Woche teilnahm und in diesem Jahr vom 7. bis 10. April 2014 zum zweiten Mal nach Ourense reisen konnte. Sowohl die seit Jahren bestehende Kooperation als auch die Gastdozentur werden durch ERASMUS-Programme gefördert.

Das Thema der wichtigsten Vorlesung von Heuwinkel war [Slum][Tourism]. In dieser wurden drei mögliche Herangehensweisen an Armutsgebiete seitens der Tourismusindustrie aufgezeigt und diskutiert. Noch immer dominiert die ausschlieߟende Herangehensweise, wie sie aktuell in Rio de Janeiro praktiziert wird. Da die Zeit drängt und die Drogenbosse trotz fünfjähriger Bemühungen sehr präsent sind, rückt die Armee in Favelas ein. Eine zweite Option ist die Integration von Slums in Reiseprogramme. Touristen werden durch Slums geführt und können sich ein Bild von den Lebensumständen machen. Kritiker weisen berechtigterweise darauf hin, dass von diesen Expeditionen in das vermeintlich wahre Leben nur wenige und selten Slumbewohner profitieren. Letzteres soll mit dem Community-based Tourism als dritter Ansatz erreicht werden. Touristische Programme und Produkte sollen in der Gemeinschaft entwickelt und umgesetzt werden. Trotz klarer Regeln besteht jedoch bei diesen Projekten ebenfalls die Gefahr, dass der Groߟteil der Gelder aus dem Land, beispielsweise in die Kassen von internationalen Reisveranstaltern und Hotelketten, flieߟt.

Wie wichtig die Kaufkraft im eigenen Lande für den Tourismus ist, konnten die Teilnehmer(innen) bei einer Exkursion in die Umgebung von Ourense sehen. Ein Weingutbesitzer hatte mit dem Bau eines Hotels begonnen und dieses fast fertig gestellt. Das im Luxusbereich angesiedelte Hotel wurde jedoch nicht eröffnet, da aufgrund der wirtschaftlichen Situation in Spanien, die Gäste aus Spanien ausbleiben werden. Der Inhaber zeigt sich jedoch für die nächsten Jahre optimistisch.

Ebenso positiv verlief die gesamte Internationale Woche. Die Verantwortlichen in Ourense freuen sich auf eine ERASMUS-Studentin des Studiengangs Internationales Tourismus-Management, die im Oktober 2014 nach Ourense reisen wird. Seit Oktober 2013 studiert ein ERASMUS-Student aus Ourense, Javier Lara Rosado, an der htw saar. Im Oktober 2014 kann er nicht nur die ERASMUS-Studentin der htw saar, sondern auch weitere 17 Teilnehmer(innen) einer ITM-Exkursion in Ourense und seiner Heimatstadt Lugo begrüߟen.

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