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HTW-Online Nr. 75

Artikelaktionen
Ausgabe Dezember 2010

Die HTW stellt sich vor: Das Mensa-Team

Die HTW wird geprägt durch die Menschen, die hier arbeiten. Die Artikelserie rückt in loser Folge jeweils einen anderen Bereich der HTW in den Mittelpunkt und stellt die Personen vor, die sich dahinter verbergen. Heute sind diejenigen an der Reihe, die eines unserer Grundbedürfnisse stillen: den Hunger.

Susanne Kraemer, Webredakteurin der HTW

Team der Mensa Campus Rotenbühl
Das Team der Mensa am Campus Rotenbühl (von links): Alekander Kawski, Nadine Engel, Guy Wilmouth und Astrid Eichstädt

„Zwei Eimer Mayo, mehrere Kilo Gouda, Mozzarella und Edamer und 150 Müllbeutel“ – ein Auszug aus der Einkaufsliste von Guy Wilmouth. Er muss keine Großfamilie durchfüttern oder hat selbst so großen Appetit. Er kocht für die HTW am Campus Rotenbühl. Etwas von Großfamilie hat das schon. Denn Guy Wilmouth hat, ganz nach der Manier eines Barkeepers, immer ein offenes Ohr für die Probleme seiner Gäste. „Guy ist hier schon Inventar, er gehört einfach dazu“, so Astrid Eichstädt, die sich um die Kasse kümmert.

Seit fast sechs Jahren ist Guy Wilmouth am Campus Rotenbühl und ist aus dem Mensa- und Cafeteriabetrieb kaum mehr wegzudenken. Tatkräftig unterstützt wird er außer von Astrid Eichstädt von Alexander Kawski, Nadine Engel und dem „Spül-Duo“ Kanjana Woll und Fatimah Piduhn.

Alexander Kawski kam durch Zufall an seine FSJ-Stelle in der Mensaküche. Die Arbeit ist zwar stressig, aber beim Bund im Dreck wälzen klang wenig verlockend. Dann ist Kartoffeln schälen doch nicht so schlimm, auch nicht, wenn es mehrere Kästen voll sind – kein Wunder bei insgesamt 250 bis 300 Gerichten täglich!

Auch Nadine Engel hat ihr FSJ in der Mensa am Campus Rotenbühl gemacht. Seit Januar 2009 macht sie eine Ausbildung zur Köchin. Das Gourmet-Essen, das derzeit unter dem Titel „Low Fat“ steht, ist ihr Aufgabengebiet. Zwei mal pro Woche zaubert sie Köstlichkeiten auf den Teller, die nicht mal dick machen. Und was isst sie selbst gerne? „Kartoffelpuffer mit Apfelkompott – da bin ich ganz die Saarländerin!“ Nadine Engels Tag startet um 6:00 Uhr morgens. „Wenn ich abends heimkomme, falle ich todmüde um. Die Arbeit ist anstrengend, aber sie macht mir Spaß“.

 

Team der Mensa Campus Alt-Saarbrücken
Das Team der Mensa am Campus Alt-Saarbrücken (von links): Rosi Rase, Andreas Lindacher, Karl-Heinz Metzger, Nisa Sieger, Matthias Kiefaber (Leiter der Mensen), Karin Haupt und Michael Hoppstädter

Früh anfangen müssen auch die Köche am Campus Alt-Saarbrücken. Ab 5:30 Uhr werden Kaffeeteilchen aufgebacken, Brötchen belegt und Lieferungen entgegengenommen, denn Obst und Gemüse gibt es jeden Tag frisch. Ab 7:30 kommen die ersten Studierenden und versorgen sich mit Kaffee. Für Karl-Heinz Metzger, seit 2007 Chefkoch der Mensa am Campus Alt-Saarbrücken, und sein Team heißt es dann aber nicht, Füße hochlegen und Pause machen, sondern nun fangen die Vorbereitungen für das Mittagessen an. Michael Hoppstädter, ebenfalls Koch, und Andreas Lindacher, der „Allrounder“, unterstützen ihn dabei. Zwischen 11:30 und 13:45 Uhr während der Essensausgabe ist Hochbetrieb, dann klingeln die Kassen – das Aufgabengebiet von Karin Haupt. Danach heißt es aufräumen und sauber machen. Dabei bekommt Karl-Heinz Metzger Hilfe von Rosi Rase und Nisa Sieger.

Karl-Heinz Metzger richtet seinen Speiseplan nach den Angeboten der Saison, der Verfügbarkeit der Lebensmittel und natürlich den Wünschen der Studierenden und Mitarbeiter(innen). Daher freut er sich auch über ein persönliches, ehrliches Feedback. „Pasta und Schnitzel gehen immer weg wie nichts“, so Karl-Heinz Metzger. Daher ist es wichtig, seine Essensmarke frühzeitig zu kaufen, denn was weg ist, ist weg. „Gemüse essen die Jungs hier am Campus weniger“.

Team der Mensa Campus Rastpfuhl
Das Team der Mensa am Campus Rastpfuhl (von links): Sabrina Engels und Heidi Fronhöfer

Das ist bei der Mensa am Campus Rastpfuhl anders. Hier sind die meisten Gäste weiblich, viele sind Vegetarierinnen. „Publikumsrenner sind Ofenkartoffeln, Gemüselasagne und Salate. Die Portionen fallen eher etwas kleiner aus als am Campus Alt-Saarbrücken. Aber ein Nachschlag ist immer möglich!“, so Heidi Fronhöfer, die seit drei Jahren die Mensa am Campus Rastpfuhl leitet und zuvor schon an den Standorten Alt-Saarbrücken und Rotenbühl gearbeitet hat. Unterstützt wird sie von Sabrina Engels. Auch Heidi Fronhöfer geht bei der Speiseauswahl auf die Wünsche der Studierenden ein, dabei hat sie den Vorteil, dass sie viel weniger hungrige Münder stopfen muss. Maximal 80 Gerichte gehen täglich über die Ladentheke. Die Atmosphäre ist daher sehr familiär, viele Studierende kennt Heidi Frönhöfer mit Namen.

Die Leitung der Mensen hat Matthias Kiefaber inne. Er wird unterstützt von Nicole Klaes, Sekretärin des AStA der HTW. Was hat der AStA mit den Mensen zu tun? Einzigartig ist an der HTW, dass der AStA die Hochschulmensen führt, nicht, wie an anderen Hochschulen üblich, das für den Bezirk zuständige Studentenwerk. Daher auch die roten Polo-Shirts mit AStA-Logo, die jedes Mitglied des Mensa-Teams trägt.

Matthias Kiefaber kümmert sich um die Personalangelegenheiten und schickt seine Mitarbeiter(innen) regelmäßig zu Weiterbildungen und Erste-Hilfe-Kursen. „Das ist bei der Arbeit mit heißem Fett, Ausbeingeräten etc. absolut notwendig.“ Einen fast abgeschnittenen Finger gab es schon, aber größere Unfälle sind noch nicht passiert und der Finger ist auch wieder zusammengewachsen. Matthias Kiefaber ist außerdem der Ansprechpartner für die Lieferanten und kümmert sich um die Finanzen der Mensa. Viel zu tun gibt es für ihn zur Zeit an der Mensa am Campus Rotenbühl. Deren Gastbereich wird um 80 Plätze erweitert und die Küche neu aufgebaut. Mensa-Leitung bedeutet auch, schnell auf Unterwartetes reagieren zu können. „Ich bin der Retter in der Not bei den kleineren Katastrophen, die hier täglich anfallen“, so Matthias Kiefaber. Manchmal muss er dabei auch selbst Hand anlegen, z.B. wenn die Spülmaschine ausfällt und provisorisch von ihm repariert wird. Aber für den studierten Elektro-Ingenieur ist das kein Problem und allemal besser, als 1000 Geschirrteile von Hand zu spülen!
 

 

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zuletzt verändert: 21.04.2011 von susanne.kraemer
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