HTW-Online Nr. 65
Die HTW stellt sich vor: Alumni-Betreuung, Career Service und Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung
Susanne Kraemer, Webredakteurin der HTWMit einem abgeschlossenen Studium hat man gute Aussichten im späteren Berufsleben. Daher ist es nicht schlecht, sich schon während des Studiums Gedanken über die Zeit nach dem Abschluss zu machen und sich auf die Arbeitswelt vorzubereiten.
Um den Übergang zwischen Studium und Beruf zu ebnen, gibt es die Alumni-Betreuung und den Career Service an der HTW. Die gute Seele hinter beidem ist Dipl.-Kffr. Christine Jordan-Decker, die die Service-Einrichtungen seit 2004 aufgebaut hat.
Studium rum und nichts wie weg – in den ersten Jahren nach Studien-Ende ist von vielen Ehemaligen meist nichts mehr zu hören und zu sehen. Dabei bietet gerade die Hochschule mit ihren zahlreichen Firmenkontakten einen guten Ausgangspunkt für die Jobsuche. Zentraler Gedanke hinter der Alumni-Betreuung ist es daher, die Studierenden nach ihrem Abschluss an die HTW zu binden.
Diese Bindung aufzubauen, gestaltet sich aber gar nicht so einfach. „2005 habe ich einen Alumni-Tag organisiert, zu dem Alumni-Vereine der HTW und Unternehmensvertreter geladen waren. Leider stieß die Veranstaltung auf eher geringe Resonanz.“ Ehemalige durch Alumni-Vereine an die HTW zu binden, ist heute nicht mehr ganz zeitgemäß. „Wenn Studierende miteinander in Kontakt bleiben möchten, rate ich ihnen, ihre Netzwerke in Online-Plattformen aufzubauen, das ist unkompliziert und kostet auch keinen Vereinsbeitrag.“ Ein Angebot in dieser Richtung ist das Online-Absolventenbuch, in dem HTW-Alumni kostenlos eine persönliche Profilseite anlegen und sich so den HTW-Kooperationsunternehmen von ihrer besten Seite zeigen können.
Streichen junge Alumni ihre ehemalige Hochschule oft erst mal aus ihrem Gedächtnis, so lässt sich bei manchen nach sehr vielen, manchmal erst 50 oder mehr Jahren ein plötzlich gestiegenes Interesse an der HTW verzeichnen. Und so statten Abschlussjahrgänge von 1955, 1958 oder 1959 teils in Fünfjahresabständen der HTW einen Besuch ab – natürlich nicht, ohne das „Klassentreffen“ fotografisch festzuhalten.
Der Career Service nimmt schon während des Studiums Kontakt zu den Studierenden auf, die bald ihren Abschluss machen. Dies beugt einer Funkstille nach Studierende vor. Hauptanliegen des Career Service ist es, die Studierenden bestmöglich auf den Beruf vorzubereiten.
Das geht am besten, wenn die Studierenden wissen, was sie später erwartet. Seminare zu Themen wie Business Behaviour, Rhetorik, Softskills und Bewerbertrainings zeigen den Studierenden, was von ihnen im Berufsleben verlangt wird. Geht es dann konkret an die Jobsuche, hält der Career Service mit einer eigenen Stellenbörse viele Angebote parat. Ob die Absolventinnen und Absolventen „unter“ sind, erfährt Christine Jordan-Decker aber leider nur selten. „Ich freue mich immer über Rückmeldung!“, lautet daher ihr Aufruf.
Christine Jordan-Decker ist außerdem auch persönlich für die Studierenden da, um beispielsweise Bewerbungsunterlagen durchzusehen und Tipps zu geben. Hier würde sie sich über etwas mehr Zulauf freuen. „Viele Studierende verkennen einfach die Wichtigkeit, sich gut auf den Beruf vorzubereiten.“ Dabei geht Christine Jordan-Decker bei der Gestaltung ihres Angebotes auch auf individuelle Wünsche ein. „Ich bin für Vorschläge offen, die Studierenden brauchen mich nur anzusprechen!“
Ein weiteres Standbein von Christine Jordan Decker ist das Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung (IWW), das 2008 an der HTW gegründet wurde. Die Gründung kommt einerseits dem Wunsch der Bildungsträger nach Weiterbildungsangeboten auf Hochschulniveau nach. Andererseits bestand von Seiten der Wirtschaft konkrete Nachfrage, besonders im Hinblick auf die Forderung nach lebenslangem Lernen. Und so reicht das Angebot des IWW u. a. von Labor- und Qualitätsmanagement über Krippenpädagogik bis hin zu Sicherheitsmanagement. Die Studiengänge richten sich an Personen mit Berufserfahrung und werden oft von Personen belegt, die nebenbei noch arbeiten. Daher können alle Angebote berufsbegleitend studiert werden.
Ideen für Studiengänge gibt es viele, jedoch ist es ein weiter Weg von der ersten Nachfrage, bis der Studiengang „steht“. U. a. müssen sich Professoren finden, die die Leitung übernehmen, die Inhalte müssen mit den Kooperationspartnern abgestimmt, Prüfungsordnungen erstellt und nicht zuletzt die Finanzierung geklärt werden. Da kann es schon ein bis zwei Jahre dauern, bis das Studium anläuft. Aber Christine Jordan-Decker scheut keine Mühe, und so kann sie stolz sein auf drei neue Angebote, das grenzüberschreitende Weiterbildungsangebot Management der Gesundheits- und Sozialeinrichtungen in der Großregion und die berufsbegleitenden Master-Studiengänge Labor- und Qualitätsmanagement und Sicherheitsmanagement.
Kontakt
- Dipl.-Kffr. Christine Jordan-Decker
Telefon: (0681) 58 67 - 137


