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HTW-Online Nr. 80

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Ausgabe Mai 2011

Fast 5 Millionen Euro Drittmittel - erneuter Rekord

Dipl.-Geogr. Georg Maringer, Geschäftsführer FITT gGmbH
Dipl.-Päd. Dipl.-Wirt.ing. Franziskus Sauer, Forschungskoordinator der HTW
Prof. Dr. Günter Schultes, Prorektor für Forschung und Wissenstransfer

Die HTW hat in Zusammenarbeit mit ihrem Institut für Technologietransfer FITT gGmbH im Jahr 2010 erneut ein Rekordergebnis bei der Einwerbung von Drittmitteln für Forschungs- und Technologietransferprojekte erreicht. Damit steigen die Drittmittel seit Jahren stark an, von knapp 2 Mio. Euro in 2005 auf fast 5 Mio. Euro im Jahre 2010.

Fast 5 Millionen Euro Drittmittel - erneuter Rekord

„Innerhalb weniger Jahre konnte eine große Leistungssteigerung erreicht werden, die Respekt verdient. Allen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den beteiligten Unternehmen sei herzlich gedankt“, kommentierte HTW-Prorektor für Forschung und Wissenstransfer Prof. Dr. Günter Schultes das Ergebnis. „Dies ist ein sehr deutliches Signal unserer Stärke als anwendungsorientierte Hochschule“. Der größte Geldgeber mit etwa zwei Dritteln der Mittel ist die Wirtschaft. Darunter sind viele kleine und mittelständische Betriebe sowie auch große und international tätige Unternehmen, die damit von vielfältigen Innovationsimpulsen aus der Hochschule und dem damit einhergehenden Wissens- und Technologietransfer profitieren. Etwa ein Drittel der Mittel kommt aus unterschiedlichen Förderprogrammen der öffentlichen Hand. Auch diese Projektmittel können meist nur durch die Kooperation mit Unternehmen erhalten werden. Die HTW hat große Erfolge in den verschiedenen Programmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, im Bereich der Fachhochschulprogramme sowie im Mittelstandsprogramm ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) vorzuweisen.

Forschung

Die Drittmittel werden in innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekten eingesetzt, deren Ergebnisse auch in die Lehre einfließen. Des Weiteren wurden knapp 0,5 Mio. Euro Drittmittel direkt für die Lehre eingeworben, etwa für Robotik-Kurse und die Weiterqualifizierungen von Erzieherinnen und Erziehern. Der Zuwachs bedeutet weitere hochwertige Arbeitsplätze im Saarland, die ohne die Drittmittel nicht entstehen würden. Zumeist werden die Projekte in den Instituten der HTW bearbeitet, die Mittelbewirtschaftung erfolgt durch das Institut für Technologietransfer FITT gGmbH oder direkt durch die Hochschule.

Rechnet man neben der FITT gGmbH auch die weiteren An-Institute der HTW, also Institute mit eigener Rechtsform, hinzu, so wird die Bedeutung der HTW für das Wirtschaftsgeschehen des Saarlandes noch deutlicher. Durch das Institut für ZukunftsEnergieSysteme IZES gGmbH mit einem Umsatz von mehr als 2,5 Mio. Euro sowie die FORGIS gGmbH, die INFO-Institut Beratungs-GmbH, die EuroTec Solutions GmbH, das IPL Institut für Produktions- und Logistiksysteme (Prof. Schmidt GmbH) und TransForm, Institut für Altbauerneuerung e.V., wird ein noch erheblich höherer Zufluss an Drittmitteln realisiert. Die gesamten Drittmittel im Umkreis der HTW betragen somit mehr als 12 Mio. Euro und belaufen sich auf etwa die Hälfte des staatlichen Haushalts von ca. 23 Mio. Euro im Jahre 2010.

Die Erfolge der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit mit den entsprechend eingeworbenen Drittmitteln wird durch eine strukturierte Förderung in verschiedenen Stufen erreicht. Die HTW kann, dank der entsprechenden Vereinbarungen und Finanzierung seitens des saarländischen Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft, in der ersten Stufe neue Ideen und Projekte im Sinne einer Initialförderung finanzieren. Erwartet wird, dass die geförderten Themen anschließend eine externe Förderung durch Unternehmen und öffentliche Programme erfahren. In einer zweiten Förderstufe kann die Gründung von In-Instituten über mehrere Jahre personell unterstützt werden. So sind an der HTW in den letzten Jahren verschiedene Institute gegründet worden, die zum Teil als größere Einheiten mit breiterem Profil kontinuierlich anwendungsorientierte FuE-Projekte bearbeiten. In einer weiteren Stufe können Projekte mit Unternehmen kofinanziert werden. Sofern ein Unternehmen eine halbe Personalstelle für ein FuE-Projekt zahlt, ist die Hochschule unter bestimmten Voraussetzungen in der Lage, die andere Hälfte zu finanzieren. Die Arbeitsplätze entstehen im FITT gGmbH bzw. an der HTW und die Unternehmen profitieren von den Ergebnissen der Zusammenarbeit.

Aus der Forschungstätigkeit der HTW heraus gründeten sich bereits neue Unternehmen, bei denen wiederum zahlreiche Arbeitsplätze entstanden sind. Die bekanntesten Ausgründungen der HTW sind wohl das Business-Consulting-Unternehmen ORBIS AG sowie der Hersteller von Windkraftanlagen VENSYS Energy AG. Allein diese beiden Unternehmen beschäftigen inzwischen zusammen rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

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zuletzt verändert: 02.05.2011 von susanne.kraemer
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