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HTW-Online Nr. 48

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ITM goes ITB – Highlight im Wintersemester

Sebastian Jochum, ITB-Team

Man kann sie schon als eine Tradition bezeichnen, die alljährliche Exkursion der Studenten und Professoren des Studiengangs „Internationales Tourismus-Management“ nach Berlin. Dort öffnete die ITB – die Internationale Tourismusbörse – Anfang März bereits zum zweiundvierzigsten Mal ihre Tore. 180.000 Besucher, darunter 108.000 Fachbesucher, rund 11.000 Aussteller aus über 180 Ländern sowie der weltgrößte Kongress der Reisebranche machen die ITB Berlin zur führenden Geschäftsplattform des globalen touristischen Angebots. Von Buchungssystem bis Zielgebiet, von Hotel bis hin zu Universität, alles was mit dem Tourismus und der Reisebranche zu tun hat, ist auf den 160.000 m² Ausstellungsfläche vertreten. Auch die HTW des Saarlandes war bereits zum vierten Mal mit einem eigenen Stand auf internationalem Parkett präsent.

Als Projekt im Rahmen des Moduls „Management in der Tourismuswirtschaft“ war es die Aufgabe von sieben Studierenden des dritten Semesters, den Messeauftritt und die Exkursion des Studienganges nach Berlin zu organisieren.

Mit der zentralen Fragestellung: „Wie können wir eine Exkursion auf die ITB in Berlin gestalten, die sowohl für interessierte Teilnehmer aller Semester, als auch für die Hochschule bereichernd ist?“ begann die Projektarbeit. Die unterschiedlichsten Methoden und Instrumente des Managements wurden eingesetzt, Aufgaben nach Kompetenz und persönlichen Vorlieben im Team verteilt.

Und die viele Arbeit hat sich gelohnt. Nach den vielen Stunden, die in Eigenarbeit oder auch bei den Team-Meetings und Arbeitstreffen geleistet wurden, nach Verhandlungen mit der Hochschul- und Fachbereichsleitung sowie zahlreichen Sponsoren und Unterstützern stand am 4. März die Abfahrt für das Team und einen Teil der Teilnehmer an. Ist die Deutsche Bahn pünktlich? Werden die Anschlusszüge erreicht? Wie wird das Hostel sein? Kommt das HTW-Mobil mit dem Messestand rechtzeitig auf dem Messegelände an, oder müssen wir zum Aufbau Nachtschichten einlegen? Diese Fragen beschäftigten das Team während der Fahrt in der ersten Klasse des ICE nach Berlin, die dank des stark ermäßigten ITB-Tickets für 90 Euro hin und zurück auch für den studentischen Geldbeutel erschwinglich war. Auf der Fahrt lief alles glatt, Berlin wurde pünktlich erreicht, auch das HTW-Mobil traf zur erwarteten Zeit ein, das Hostel entsprach den Anforderungen und Vorstellungen. Der Messestand wurde aufgebaut, die Umgebung des Hostels wurde erkundet und die später anreisenden Teilnehmer begrüßt.

Am Mittwoch, dem Eröffnungstag der Messe, dann die Hiobs-Botschaft: Streik der Berliner Verkehrs Gesellschaft BVG mit der Konsequenz, dass weder U-Bahnen noch Straßenbahnen oder Busse fuhren. Somit stellten sich für das Team neue Herausforderungen: Wie kommen die noch anreisenden Teilnehmer zum Hostel? Wie kommt man zur Messe? Ist das Exkursionsprogramm trotzdem durchführbar? Für alle Probleme konnten Lösungen gefunden werden, die teilweise zwar mit Umwegen oder Fußmärschen verbunden waren, jedoch den Gesamteindruck von Berlin nicht schmälerten.

Auf der Messe bot sich den Besuchern die bunte Vielfalt der Welt. Fantasievoll gestaltete Stände der Destinationen neben luxuriös ausgestatteten Hotelpräsentationen, kleine Länder neben großen Airlines, kein Segment des Tourismus blieb außen vor. In Halle 5.1 „Training and Employment in Tourism“ fand sich der Stand der HTW des Saarlandes in guter Gesellschaft. So war die FH München, die HTW Chur, die Cologne Business School und viele weitere öffentliche und private Hochschulen vertreten, die ein Studium oder eine Ausbildung im Tourismus oder verwandten Bereichen anbieten. Auf der Bühne in dieser Halle erwarteten den Besucher interessante Vorträge und Podiumsdiskussionen. Vom Leiter des Studienganges Internationales Tourismus-Management an der HTW des Saarlandes, Prof. Dr. Ralf Rockenbauch, wurde der Studiengang und das Studieren in Saarbrücken allgemein vorgestellt. Den Standdienst übernahmen die Teilnehmer an der Exkursion in Schichten von zweieinhalb bis drei Stunden, um so neben den Eindrücken als Besucher auch Erfahrungen als Aussteller zu sammeln.

Ein zweiter Teil der Messe bestand aus dem ITB-Kongress. Unzählige Fachvorträge zu allen Themen des Tourismus folgten aufeinander, Podiumsdiskussionen, Produktvorstellungen, Klimaschutzdebatten füllten die Kongresssäle regelmäßig bis zum letzten Platz.

Da Berlin jedoch nicht nur aus der Messe besteht, hat das Orga-Team für die Exkursionsteilnehmer ein über die ITB hinausgehendes Exkursionsprogramm entwickelt und auf den Namen „Berlin behind the scenes“ getauft. Hierbei handelte es sich um Einblicke, die ein „normaler“ Berlintourist nicht so einfach erhält, die jedoch auch einen Bezug zum weiteren Studienverlauf haben sollten. Da im nächsten Semester die Schwerpunkte Kultur-, Hotel-, Destinations-, oder Sportmanagement gewählt werden können, lehnte sich das Programm abseits der Messe daran an. Eine Führung durch die Deutsche Oper mit ihrer gigantischen Bühne, den großen Werkstätten und den Proberäumen führte den Teilnehmern die Komplexität einer Opernproduktion erstmalig vor Augen und erklärte auch die hohen Eintrittspreise. Der Lehrbeauftragte Werner Ried ermöglichte einen Besuch auf dem Hochhaus der Deutschen Bahn am Potsdamer Platz, von wo aus man einen atemberaubenden Überblick über die gesamte Stadt Berlin hat.

Die Führungen durch die Fünf-Sterne-Hotels Steigenberger und Grand Hyatt boten einen Einblick in die den meisten Studenten wohl eher unbekannte Welt der Luxushotellerie.

Im Berliner Olympiastadion, erbaut von den Nationalsozialisten zu den Olympischen Spielen von 1936 und komplett saniert und modernisiert für die Fußballweltmeisterschaft 2006, zeigte ein Guide die Katakomben mit den Spielerkabinen, erklärte die logistische Meisterleistung betreffend der Infrastruktur um das Stadion herum und bot den Besuchern grandiose Aussichten und Einblicke. Schon in dem leeren, nicht bespielten Stadion kommt Gänsehautatmosphäre auf, man kann sich die Emotionalität von Großveranstaltungen sehr gut vorstellen.

Die Berliner Nachbarstadt Potsdam wurde von den Exkursionsteilnehmern ebenfalls erkundet: Mit dem Fahrrad folgten sie Werner Ried, der vom Sattel aus allerhand Wissenswertes und Interessantes über diese Stadt erzählte und die Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchlauf zeigte.

Das Tagesprogramm beschränkte sich auf eins dieser Angebote, somit war die Konkurrenz zum Exkursionszweck, dem Besuch der ITB, nicht zu stark.

Sonntag war der letzte Tag der Messe, verbunden mit dem Abbau des Standes und der Heimfahrt von einigen Teilnehmern, da in der folgenden Woche noch zahlreiche Prüfungen geschrieben wurden. Auf der Heimfahrt montags wertete das Team die Evaluationsbögen aus, die zeigten, dass es seine Kernaufgabe, eine bereichernde und interessante Exkursion für die Teilnehmer zu organisieren, gut gelöst hat.

Eine Wiederholung im nächsten Jahr wurde von allen Teilnehmern ausdrücklich gewünscht.

 

zuletzt verändert: 21.04.2011 von dieter.brand
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