HTW-Online Nr. 44
HTWMobil bringt der Campus auf den Schulhof
Das Studium liegt für sie eigentlich noch in ferner Zukunft. Damit sich die Schüler der Klassen 8 bis 10 der Erweiterten Realschule in Dillingen jedoch einmal eine Vorstellung davon machen konnten, was man bei einem ingenieurwissenschaftlichem Studium eigentlich lernt und welche Auswirkungen dieses Wissen auf die Menschen vor Ort hat, bekamen sie am 31. Oktober Besuch vom HTWMobil. Dieses Angebot der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) richtet sich speziell an Schulen, insbesondere an Gymnasien und Fachoberschulen. Denn mit dem HTWMobil bringt die HTW für einen Vormittag den Campus auf den Schulhof.
„Ziel dieses Projektes ist es, die Schülerinnen und Schüler für die Ingenieur- und Naturwissenschaften zu begeistern“, beschreibt Reiner Kreutzer den Hintergrund des HTWMobils. Diese Begeisterung werde am besten dadurch geweckt, dass ganz konkrete Projekte der Studenten vorgestellt werden. So auch im Rahmen des Besuchs an der Erweiterten Realschule in Dillingen. Hier erklärten die Fachleute von der HTW – Professoren, Studierende und Mitarbeiter – beispielsweise, welche Kräfte beim Mountainbikefahren auf die einzelnen Teile des Fahrrades wirken. Physik, unter der sich jeder Schüler etwas vorstellen kann! Gerade das Mountainbike wurde von den Schülern sehr gut angenommen, einerseits durch den Spaßfaktor, da sich ein Mitschüler auf dem Fahrrad ″abstrampelte“ und anderseits durch den AHA-Effekt, der durch das Anzeigen der Belastungen am Mountainbike ausgelöst wurde.
Begeisterung weckte auch das Formula-Student-Rennfahrzeug. Diesen 75 PS starken Rennwagen haben Studenten der HTW mit Unterstützung von ihren Professoren und Fachleuten aus der Wirtschaft selbst entwickelt und konstruiert, um damit bei einem Wettbewerb gegen Teams aus der ganzen Welt anzutreten. Bei der Formula Student gewinnt aber nicht das schnellste Auto, sondern das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion und Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumenten. Hier hieß es jedoch ausnahmsweise für die Schülerinnen und Schüler: „Finger weg!“. Doch das blieb die Ausnahme. Alle anderen Ausstellungsobjekte durften angefasst und ausprobiert werden. So auch der nur 70 Zentimeter große Gabelstapler, den die Schüler selbst steuern durften. Hier war dann auch die Überraschung am größten, denn das kleine Gefährt konnte auch die schwerste Schultasche stemmen.
Und ganz nebenbei wuchs an diesem Vormittag bei den Schülern auch die Erkenntnis, dass Technik und Naturwissenschaften im Alltag ständig eine Rolle spielen und dass es sich lohnt, sich Wissen hierüber anzueignen.


