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HTW-Online Nr. 40

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Ausgabe Juli 2007

Straßburg-Exkursion des DFHI

Julie Lauer und Anne Hausknecht

Am 30. Mai 2007 fand im Rahmen des Projektstudiums unsere Exkursion nach Straßburg statt. Diese beinhaltete eine Besichtigung des Europarates mit anschließender Diskussion, in der wir mit Villiano Qiriazi, der fĂŒr schulische, außerschulische und Hochschulangelegenheiten zustĂ€ndig ist, unsere Fragen klĂ€ren konnten. Nach einer kurzen Mittagspause haben wir uns das Schokoladenmuseum in Geispolsheim in der NĂ€he von Straßburg angesehen.

Die einzelnen Stationen der Exkursion

Eigentlich wollten wir gemeinsam nach Straßburg fahren, was sich aber bei sechs Fahrzeugen als etwas schwierig erwies. Aber schließlich kamen alle rechtzeitig am Europarat an und konnten an der FĂŒhrung im Versammlungssaal der Parlamentarischen Versammlung, dem „hĂ©micycle“, teilnehmen.

Die GrĂŒndung des Europarates basiert auf der Idee von Winston Churchill, die Menschenrechte, den Rechtsstaat und die Demokratie zu schĂŒtzen. Am 5. Mai 1949 haben die Staaten des Londoner ZehnmĂ€chtepaktes den Europarat, bestehend aus einer beratenden Versammlung sowie dem Minister-Komitee, gegrĂŒndet.

Das Minister-Komitee ist dabei das Beschlussorgan, das Abkommen abschließt. Es gibt aber derzeit nur zwei Abkommen, die tatsĂ€chlich auch von allen Mitgliedsstaaten unterzeichnet werden mussten (Konvention zum Schutze der Menschenrechte und eine Konvention zum Verbot der Folter). Weitere BeschlĂŒsse werden in Form von Empfehlungen an die Regierungen weitergeleitet.

Die Parlamentarische Versammlung tagt im „hĂ©micycle“, das 1977 von dem Architekten Henry Bernard entworfen wurde. Die 318 Mitglieder ordnen sich fĂŒnf verschiedenen Fraktionen zu. Interessant ist aber, dass sie nicht in den Fraktionen zusammen sitzen. Die Abgeordneten nehmen in der Reihenfolge nach ihrem Namen Platz, damit jeder in seinem eigenen Namen spricht und nicht im Namen seines Landes oder seiner politischen Zugehörigkeit. Die Amtssprachen sind Französisch und Englisch, wobei als Arbeitssprachen aber auch Deutsch, Italienisch und Russisch zugelassen sind.

Nach einer kurzen EinfĂŒhrung in die Arbeit des Europarates erfuhren wir im Versammlungssaal des Minister-Komitees mehr ĂŒber die verschiedenen Projekte, an denen der Europarat arbeitet.

Auch hier wurden die Aufgaben des Europarates noch einmal deutlich. Ziel ist es, Abkommen abzuschließen, die dem Schutz der Menschenrechte sowie der Demokratie dienen. Des Weiteren möchte man die EuropĂ€ische IdentitĂ€t stĂ€rken, indem man auf die gemeinsamen Werte aufmerksam macht.

Der Europarat arbeitet auf verschiedenen Ebenen. Im sozialen Bereich geht es vor allem um den Schutz von Zuwanderern und Minderheiten, wie zum Beispiel den Zigeunern. Auf kultureller Ebene versucht man die kulturelle Vielfalt Europas sowie das EuropÀische Kino zu fördern.

In der Bildung handelt es sich um eine grundlegende Erziehung der Menschen zu demokratisch denkenden BĂŒrgern, die die Menschenrechte anerkennen. Der Europarat hat sich weiterhin zum Ziel gesetzt, interkulturelles Denken zu fördern, indem man Kinder schon in der Grundschule mit der religiösen Vielfalt Europas auseinandersetzt. Außerdem möchte der Europarat auch das Problem der fehlenden Einschulung von Kindern aus Minderheitengruppen lösen. Interessant ist der Aspekt der Hochschulbildung, denn im Rahmen des Bologna-Prozesses nimmt der Europarat aktiv an der Gestaltung von gleichwertigen AbschlĂŒssen und einem System zur Anerkennung von Leistungen teil.

Im Schokoladenmuseum

Im Schokoladenmuseum „Les secrets du chocolat“ haben wir am Nachmittag mehr ĂŒber die Geschichte und die Produktion der Schokolade erfahren. Nach einem kurzen Film ĂŒber den Weg der Kakaobohne zur Praline konnte man diesen Weg noch einmal anhand einer Ausstellung nachvollziehen.

Die Schokoladen-Marke, die in Straßburg produziert wird, nennt sich „Marquise de SĂ©vignĂ©â€œ. TatsĂ€chlich waren es aber ClĂ©mentine und Auguste Rouzaud, welche die Mischungen kreierten und verkauften. Der Name eines gewissen „Pavillon SĂ©vignĂ©â€œ gefiel der Madame Rouzaud so sehr, dass sie ihn als Firmenzeichnen einfĂŒhrte.

Am Ende der Besichtigung kam der fĂŒr viele spannendste Teil der Exkursion: das Probieren der Schokolade. Außerdem konnte man einem echten Chocolatier bei der Arbeit zu sehen. Dieser hat uns gezeigt, wie man Pralinen herstellt und was beim Gießen von Formen, zum Beispiel Saxophonen aus Schokolade, zu beachten ist.

In einem Shop rund um die Schokolade konnte man zum Abschluss eine ganze FĂŒlle von Produktideen rund um die Schokolade entdecken bzw. erwerben.

vp

Profitierte mit einem Schokoladen-T-Shirt von der Exkursion:
Verena Pochmann (6).

Die Projektgruppe möchte sich auch bei den Verantwortlichen des Schokoladenmuseums, sowie allen Teilnehmern an unserer Exkursion bedanken.

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zuletzt verÀndert: 21.04.2011 von Katja Jung
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