| Allgemein | Grundstudium | Hauptstudium | Prüfungsorganisation |
Kommunikationsinformatik (Bachelor of Science)
Was macht eigentlich eine Informatikerin/ ein Informatiker?
Im Bereich elektronischer Kommunikation wachsen die beiden Welten der bisher rein informatikbezogenen Anwendungen, wie beispielsweise Internet und verteilte Softwaresysteme und der rein kommunikationsbezogenen Anwendungen wie etwa Mobilfunk oder digitales Fernsehen immer stärker zusammen. Neue Bereiche wie Voice over IP oder Fahrzeugkommunikation profitieren von diesem Trend. Der Studiengang Kommunikationsinformatik bildet junge Menschen aus, die auf beiden Gebieten - Informatik und Kommunikationstechnik - über umfassende Kenntnisse verfügen. Somit sind sie in der Lage für intelligente, kommunizierende Hard- und Softwaresysteme professionelle Lösungen zu entwickeln. Das technisch orientierte Studium eröffnet dem Absolventen ein breites Einsatzfeld von systemnaher bis anwendungsnaher Softwareentwicklung einerseits und modernen Telekommunikationsinfrastrukturen andererseits.
Kommunikationsinformatiker finden ihre Berufsfelder hauptsächlich
- im Umfeld der systemnahen Softwareentwicklung evtl. verteilter Systeme
- im Umfeld der Konzeption und Realisierung von Telekommunikationsinfrastrukturen
- bei Software-, System- und Beratungshäusern
- in der Entwicklung von (insbesondere kommunizierender) Hardware, wie etwa Netzwerkkomponenten
Typische Tätigkeiten:
- Erstellung von Konzepten im Team
- Analysieren und Entwerfen von kommunizierenden Systemen
- Implementieren von kommunizierenden Systemen
- Installation und Einrichten von kommunizierenden Systemen
- Erstellung von System-Dokumentationen und Handbüchern
Wie komme ich zum Studienplatz?
Zulassungsvoraussetzungen sind allgemein:- Die Fachhochschulreife, die allgemeine Hochschulreife oder als gleichwertig anerkannte Abschlüsse.
- Ausreichende Deutsch- und Englischkenntnisse. Die Englischkenntnisse werden in einem Einstufungstest ermittelt, dementsprechend werden die Studierenden in verschiedene Niveaus eingeteilt. Ausländische Studierende müssen ihre Deutschkenntnisse mit einem Deutschkurs nachweisen.
- Für den Studiengang sind Studienplatzhöchstzahlen festgesetzt, so dass ein Auswahlverfahren zur Studienplatzvergabe durchgeführt werden muss. Auswahlkriterien sind in erster Linie die Qualifikation (Durchschnittsnote) und die seit Erwerb der Hochschulreife verstrichene Wartezeit.
Wie verläuft das Studium?
Das Bachelor Studium erstreckt sich ĂĽber 6 Semester, und ist eingeteilt in ein 3-semestrigen Grundstudium und ein 3-semestriges Hauptstudium inklusive einer Praxisphase, die idealerweise zwischen dem 4. und 5. Semester liegt, und einer Abschlussarbeit, die einem etwa 3- monatigem Zeitaufwand entspricht. In den ersten beiden Semestern werden zunächst die mathematisch-technischen Grundlagen gelegt. Die informatischen Grundlagen wie Informatik 1 und 2 sowie Programmierung 1 und 2 sind ähnlich aufgebaut wie im Studiengang Praktische Informatik, sind jedoch stärker technisch ausgerichtet. Es wird insbesondere groĂźer Wert auf eine fundierte Programmierausbildung gelegt. Neben den technischen Grundlagenfächern wird drei Semester lang berufsbezogenes Englisch sowie zwei Semester lang Betriebswirtschaftslehre gelehrt. Im dritten und vierten Semester werden in der Informatik Basisfächer wie Softwaretechnik (2-semestrig), Datenbanken, Betriebssysteme und Rechnernetze gelehrt, aber auch weiterfĂĽhrende Vorlesungen wie Systemmanagement und Verteilte Systeme. Die Telekommunikation ist mit Basislehrveranstaltungen wie Mikroprozessorsysteme in der Telekommunikation, Nachrichtentechnik, sowie Kommunikationstechnik, -systeme vertreten. Zwischen dem vierten und fĂĽnften Semester wird eine 10-wöchige Praxisphase absolviert. Die Studierenden ĂĽbernehmen dabei im Betrieb Aufgaben, die inhaltlich dem Berufsbild des Kommunikationsinformatikers entsprechen. Das fĂĽnfte Semester vertieft sowohl die Informatik, als auch die Telekommunikation mit Lehrveranstaltungen wie Verteilte Systeme 2, Internet-Technologien, Digitale Signalverarbeitung, Kommunikationstechnik, -systeme 2, Protokolle und Geschäftsprozesse in der Telekommunikation. Im sechsten Semester können im Umfang von 6 Leistungspunkten Wahlpflichtvorlesungen aus einem Katalog aktueller Informatikthemen belegt werden. Im Kommunikationsinformatik-Praktikum werden die erworbenen theoretischen Kenntnisse projektbezogen umgesetzt.Worin bestehen die Unterschiede zum Universitätsstudium?
- Das Studium ist weniger theoretisch und näher an der Praxis ausgerichtet.
- Kürzere durchschnittliche Studiendauer.
- Geringere Durchfallquoten vor allem im Grundstudium.
- Keine Massenvorlesungen, normalerweise höchstens 60 Hörer pro Vorlesung.
- Durch die Praxisphase beim Berufsstart bereits Berufserfahrung vorhanden.
Was kommt nach dem Studium?
Nach Abschluss des Studiums besteht die Möglichkeit, direkt in die Unternehmenspraxis einzusteigen oder alternativ das Studium in einem der konsekutiven Masterprogramme Praktische Informatik oder Kommunikationsinformatik fortzusetzen. In den beiden Informatik-Master-Studiengängen kann das Erlernte fachlich weiter vertieft und um weitere Spezialisierungen ergänzt werden.Allgemein
| Studiengang | Kommunikationsinformatik |
| Abschluss | Bachelor of Science |
| Reakkreditierung | ASIIN 2008 |
| Regelstudienzeit | 6 Semester |
| Fakultät | Ingenieurwissenschaften |
| Studienort | Campus Alt-Saarbrücken |
| Beginn | Wintersemester |
| Zulassungsbeschränkung (NC) | Ja |
| Ansprechpartner | Studiengangsleitung: Prof. Dr. D. Weber Prof. Dr. H. Wieker |



